fotografieren lernen Drittel Regel

Besser fotografieren mit dem Smartphone

Fotografieren leicht gemacht

Wer kennt es nicht, der Sonnenuntergang ist atemberaubend schön, die Natur zeigt sich von ihrer spannendeste Seite, das Licht ist perfekt – schnell greift man zum Handy, um diesen Moment für sich und seine Liebsten festzuhalten. Nicht selten stellt man fest, das Bild wirkt nicht so wie in echt oder man weiß einfach nicht wie man es hätte besser machen können. Dem wollen wir hier Abhilfe schaffen und Euch zeigen, wie mit einfachen Tipps bessere Bilder entstehen.

Bildeinstellungen

Nehmt Eure Bilder auch auf dem Smartphone mit der höchstmöglichen Qualität auf. So bleibt die Chance bestehen, besondere Bilder auch mal für die eigenen vier Wände auszudrucken. Ich persönlich mag das 16:9 Querformat am liebsten für Drucke. 
Wenn ihr Bilder mit viel Helligkeitsunterschied habt, lohnt sich auch der HDR Modus (High Dynamic Range) oder falls ihr das Bild später nachbearbeiten wollt auch gleich das RAW Format, da hier mehr Bildinformation erhalten bleibt und ihr dann später auch aus den hellen oder dunklen Stellen noch mehr „rausholen“ könnt.

Motive suchen

Spannende Bilder lauern überall. Manchmal findet man schnell ein passendes Fotomotiv, mal sucht und probiert man verschiedene Ideen und Motive, bis ein gutes Bild entsteht. Einfach dran bleiben und auch auf die kleinen Dinge achten. Viele Motive verändern sich auch dramatisch in ihrer Stimmung mit dem jeweiligen Licht, in dem sie beleuchtet werden. Selten sind die ersten Bilder bereits Meisterwerke. Viele Fotografen sagen sogar, es braucht viele Tausend Bilder, um zuerst einmal die Erfahrung zu machen, wie ein gutes Foto entsteht.

Mit Nähe und Distanz spielen

Tippe auf den Bildbereich, den Du fokussieren willst und probiere, wie nah Du an dein Motiv herangehen kannst und es trotzdem noch fokussiert wird. Meistens liegt diese Naheinstellgrenze des Fokus bei ca. 20cm, je nach Gerät und Linse mal etwas mehr oder weniger.

Harmonien finden

Harmonien entstehen auf mehreren Ebenen, z.B. durch Farbharmonien, durch harmonische Formen und auch die Stimmung mit der Du fotografierst und deine Motive suchst und betrachtest. Fotografie ist nie wirklich objektiv, denn schon durch die Wahl des Bildausschnitts und Moment der Aufnahme ist der Fotograf subjektiv.

Kontraste betonen

Gute Bilder entstehen auch durch gezielte Kontraste. Das Ying Yang ist ein gutes Beispiel, wie verschiedene Farben im Zusammenspiel eine spannende Mischung ergeben. Die Kontraste können auch durch Linien oder Formen erreicht werden.

Mit Licht arbeiten

Fotos in der Natur und mit viel Sonne gelingen am Besten in den frühen Morgenstunden oder in den letzten beiden Stunden vor Sonnenuntergang, dann wenn das Licht nicht mehr zu hart ist und die Schatten schöner fallen. Falls Du in der Tagesmitte mit viel Sonne fotografierst, ist es manchmal einfacher die Motive im Schatten einzufangen, weil dann das Licht weicher ist, als direkt in der Sonne.

Fotografieren lernen mit Licht arbeiten

Bildaufbau & Komposition

Überlegt Euch, welche Elemente im Bild wirklich wichtig sind und reduziert auf das Wesentliche. Bilder kann man auch im Nachhinein etwas beschneiden. Doch wer von Anfang auf eine ausgewogene Bildkomposition achtet, hat mehr Gestaltungsspielraum. 

Bei der Aufnahme und dem Bildaufbau hilft auch die Drittel Regel. Hierzu werden einfach gedanklich jeweils zwei Linien vertikal und horizontal durch das Bild gezogen. Wichtige Elemente können für einen harmonischen Bildaufbau auf den Linien platziert werden.

fotografieren lernen Drittel Regel

Das Arbeiten in Serien

Es ist eine Sache schöne Bilder zu machen, doch oft gehen einzelne Bilder in der Masse einfach unter. Eine Serie aus mehreren Bildern hat mehr Bestand. 
Auch um das eigene Auge und Seriendenken zu trainieren, ist es hilfreich auch mal eine kleine Geschichte zu einem Thema mit 5-7 verschiedenen Bildern zu erzählen, in denen die Kernfragen (Wer, Wo, Warum, Wann, Was) aufgegriffen werden und eine abwechslungsreiche Bilddynamik z.B. aus verschiedenen Perspektiven und Motiven entsteht.

Effekte mit Zeitraffer / Slo-Mo

Mit der Funktion Zeitraffer (Timelapse) lassen sich Bewegungsabläufe wunderschön darstellen. Alles was Du dafür brauchst ist ein Ort, wo die Kamera ruhig stehen bleibt, z.B. ein kleines Stativ oder ein Rahmen fürs Telefon. Die Aufnahmen von Zeitraffern sind u.a. an einer Straße (auch bei Nacht), mit einem schönen Himmel und vorbeiziehenden Wolken, an einem fliessenden Gewässer oder ähnlichen Orten mit sich bewegenden und stillen Bildelementen spannend.

Slow Motion (Slo-Mo) bedeutet, dass eine Aufnahme mit z.B. 60 frames pro sekunde (fps) aufgenommen wird und danach auf die normale Rate von 25 oder 30 fps reduziert wird. Durch die Slo-Mo Technik werden schnelle Bewegungen langsamer und so kleine Details sichtbarer.

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