Splinterlands In-Game Grafik

Die neue Welt der NFTs, Teil 1

Die Abkürzung „NFT“ steht für Non-Fungible Token, also ein nicht austauschbares digitales Objekt. Die NFT Technologie bringt eine Reihe von Möglichkeiten audio-visuelle Elemente, wie z.B. Bilder, Fotos und Videos mit digitalen Verträgen zu kombinieren. Dadurch entstehen maschinenlesbare Transaktionsprotokolle, die ähnlich wie bei den Kryptowährungen, auf der Blockchain gespeichert und gehandelt werden können.

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt und auch NFTs durchlaufen gerade eine Hype Phase, die medial natürlich besondere Aufmerksamkeit bekommen hat, weil eben auch hohe Beträge für einzelne Kunstwerke gezahlt wurden. Das sind jedoch die Ausnahmen und oft ist nicht wirklich klar, ob es vielleicht nicht nur ein PR-Stunt war. Denn zur Erstellung von NFTs brauchen Künstler auch erstmal Cryptowährungen, die sie sozusagen zum „Minten“ also Erstellen des Werkes an die digitalen Marktplätze abführen müssen. Es ist noch ein Wilder Westen, mit vielen konkurrierenden Protokollen und auch teilweise einer übersteigerten Euphorie der Anleger, die mit „to-the-moon“ im Goldrausch feststecken und am Ende dann doch die „Schaufelverkäufer“ reich machen.

Dennoch ist die technologische Entwicklung für Fotografen und Künstler interessant, da mit dieser Technologie ausgestattete digitale Werke zum Beispiel mit weiteren Vertragsbestandteilen (smart contracts) ausgestattet werden können. So ist es für Urheber von NFTs möglich, ihre digitalen Werke in limitierter Auflage mit einem Echtheitszertifikat auszustatten und auf einem NFT-Marktplatz potentiellen Nutzern, Sammlern oder Verwertern anzubieten. Eine besondere Möglichkeit ist z.B. die vorher festgelegte Aufteilung von möglichen Erlösen aus einem Weiterverkauf. So kann der Künstler einen vorher definierten prozentualen Anteil vom neuen Verkaufspreis automatisch zugewiesen bekommen, da diese Bedingungen im Kunstwerk selbst gespeichert sind und nicht verändert werden können.

NFTs können eine Vielzahl von Formen annehmen und werden vermutlich auch bald weitere digitale Prozesse neu gestalten. Unternehmen, Künstler und Marken können NFTs auch mit Kundenbindungsstrategien kombinieren. Kürzlich machte die Kinokette AMC in den USA damit Schlagzeilen, dass die Zuschauer des neuen Spidermankinofilms mit ihrem Ticket auch Zugang zu einem digitalen Sammelobjekt passend zum Film bekommen würden. – Die Frage ist natürlich, was kann man mit NFTs eigentlich machen und für wen ist das interessant?

Zum Einstieg daher ein eher spielerisches Beispiel, mit dem man kinderleicht die Funktionsweise von NFTs in der Spielpraxis mit digitalen Sammelkarten etablieren kann.

Splinterlands In-Game Grafik
Original Splinterlands Artwork

Splinterlands – die digitale Arena für Sammelkartenspieler

Splinterlands* ist ein fantasievolles Sammelkartenspiel, bei dem man seine gesammelten Monster gegeneinander antreten lässt. Es gibt eine Vielzahl von limitierten digitalen Karten, die verschiedene Monster und Beschwörer darstellen. Diese Karten sind als NFT angelegt. Dadurch kann die Anzahl der Karten vom Herausgeber zertifiziert werden und ermöglicht es den Spielern ihre Karten auf einem digitalen Marktplatz als Tausch-, Kauf- oder Mietobjekt zu handeln.

Das Ziel des Spiels ist es, ein gutes Kartendeck aufzubauen und im Level aufzusteigen, um auch irgendwann in einer Gilde aufgenommen zu werden. Die ersten beiden Ziele erreicht man, durch Geduld und mit gewonnenen Kämpfen, erledigten Tages- und Saisonquests, für die man durch Truhen belohnt wird. Ab einem gewissen Level werden mit Kämpfen auch direkt Dark Energy Crystals (DEC) verdient. DEC ist eine interne digitale Währung im Spiel, mit der man sich neue Karten dazu kaufen oder mieten kann. Daneben gibt es auch SPS – ein Governance Token der gerade täglich an die Spieler ausgeschüttet wird, um später damit arbeiten zu können.

Da eigentlich spannende ist neben der komplexen Spielwelt natürlich die Arena, in der man auf andere menschliche Gegner und ihre Karten antritt. Jeder Kampf bekommt andere Rahmenbedingungen, wie z.B. die maximale Anzahl von Manapunkten, die man für die eigenen Monster und Beschwörer maximal einsetzen darf. Für die Zusammenstellung des Teams hat man zweieinhalb Minuten Zeit. Zuerst wählt man einen Beschwörer, der von einem der 6 Splinter: Feuer, Wasser, Erde, Leben, Tod oder Drachen stammt. Dann wählt man die Splintermonster in der Reihenfolge aus, wie sie später auf dem „Schlachtfeld“ stehen werden. Jeder Kampf in der digitalen Arena hat auch einige Spezialregeln. So wird es immer abwechslungsreich bei der Auswahl der Monster, die man antreten lassen möchte.

Am Anfang spielt man mit dem geborgten Starter Deck und kann eine kleine Auswahl von Monstern in Teams zusammen stellen. Es gibt auch die Möglichkeit Monster zu leihen und dann damit Teams zu basteln. Beliebt sind die neutralen Monster, die mit jedem Team kombiniert werden können.
Die Zusammenstellung der Teams und der langfristige Aufbau des eigenen Kartendecks ist die eigentliche Herausforderung beim Spielen. Manche Monster spielen besser im Nahkampf, sind also geeignet in einer vorderen Position, manche greifen besser aus der hinteren Verteidigungslinie an, andere benutzen Magie oder Pfeil und Bogen. Es gibt auch spezielle Fähigkeiten, die einige Monster zu besonderen Mitspielern macht. So können manche Monster ihr Team heilen, Schilde zerbersten lassen oder reparieren und manche seltene Monster können sogar verlorene Kameraden in der Arena wieder zum Leben erwecken.

Splinterlands ist so ein Spiel, dass man am liebsten seinen Kindern installieren will, damit sie die nächste Generation von vernetztem Gaming kennenlernen. Das spannende ist der Zugang zu einem kleinen Universum von Möglichkeiten, bei dem man gespannt sein darf, was sich daraus entwickelt.

Die größte Kritik an Splinterlands ist, dass auch einige Spieler bots für sich spielen lassen.

Du möchtest auch mit dem Spielen von Splinterlands loslegen. Dann schau Dich gern um. Hier geht es zum Spiel*.

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