Produktfotografie Fotostudio Berlin

Marketing für Gründer & Künstler

Wie verkauft man sich als jemand, der sich eigentlich gar nicht verkaufen will?

Gerade Künstler oder Gründer, wollen ja lieber an ihrer Kunst oder eben ihrem Service arbeiten, anstatt an ihrem Marketing. Denn die Arbeit der Werbung wird oft, als ein leidiges Geschäft empfunden, bei dem sich viele erstmal unwohl fühlen, weil sie zuerst an diese windigen Verkäufertypen denken, die Dir alles mögliche andrehen wollen und der andere am Ende mit drei Staubsaugern da steht, die er gar nicht braucht. Doch mit dem richtigen Denkansatz muss das Thema Marketing nicht im Hamsterrad aus ständigen Posts in den sozialen Medien enden, sondern bietet im Idealfall einfach eine ideale Basis für das eigene Wirtschaften und unterstützt Dich dabei, Dich (größtenteils) auf das Wesentliche konzentrieren zu können – wenn Du das Marketing einmal am Laufen hast.

Das Thema Marketing und Werbung bietet für Gründer und Künstler ein weites Feld an Möglichkeiten für jeden Geldbeutel – Besser sogar, oft ist Zeit das beste Investment. Denn gutes Marketing ist ein Zusammenspiel aus vielen verschiedenen Faktoren, die alle ihre Funktion haben – aber nicht immer gleich etwas kosten müssen.

Beispiel: Wenn Du Dir z.B. einen guten Namen ausdenkst, ist das erstmal kostenlos. Wenn Du Dir den selben Namen jedoch auch als Wort- oder Bildmarke registrieren willst, damit niemand anderes damit Unfug macht, dann wird es eine kleine Investition von ca. 300€ beim DPMA.

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Fotos helfen beim automatisierten Verkauf von Produkten in Onlineshops

„Marketing ist die Kunst, Chancen zu entdecken und die richtigen Interessenten für Ihr Werk zu finden.“

Deshalb darf der beim Marketing der Unternehmer auch gern selbst kreativ werden. Denn der eigene Markenauftritt, die professionelle Präsentation der Produkte und womöglich auch Rabatte, Incentives und die Versicherung, dass die Menschen mit dem Produkt glücklich sind, sollte auch irgendwie Chefsache sein – ab und zu zumindest – doch besonders dann, wenn die Grundlagen entwickelt werden und die Wertschätzung gegenüber der eigenen Marke etabliert wird.

Die Marketing Grundlagen

Das beste Marketing ist, von glücklichen Menschen weiterempfohlen zu werden. Damit es so weit kommt, braucht man für den Start ein paar glückliche Kunden und einen guten Namen, damit man überhaupt gefunden wird.

Der Name ist Programm

Zum guten Ton gehört ein unverwechselbarer Name, der die eigene Arbeit und auch die Marke als Ganzes ansprechend repräsentieren kann. Der Name sollte unverwechselbar sein, etwas an das man sich leicht und gern erinnert. Das kann der eigene Name sein oder ein Wortspiel daraus sein, um sich mehr Freiheit zu geben. Namen haben Klang, bilden Wortassoziationen und sollten originell sein.

Tipp: Schon bei der Namensfindung lohnt es sich eine Suche zu starten, um zu prüfen, wen oder was man unter dem Namen findet. Wenn die Top-Domains bereits belegt sind, dann darf man ruhig andere Namen prüfen.

Keine Marke ohne Identität

Jede Marke braucht ein visuelles Erscheinungsbild. Elemente wie Logo, Farben, Schriftarten und Slogans definieren den Rahmen. Werbematerialien wie Visitenkarten, Postkarten, Broschüren oder Giveaways bringen das haptische Gefühl und eine gewissen Langlebigkeit ins Spiel. An dieser Stelle darf man ruhig kreativ werden und alle Ideen zur Visualisierung der eigenen Marke auch für später schon einmal sammeln.

Tipp: Es gibt eine Menge guter Freelance Designer, die tolle Markenauftritte zaubern können. Man kann ja mit einem Logo anfangen und dann Stück für Stück die Markenidentität in Digital und Print ausbauen.

Die eigene Geschichte

Geschichten beleben die Kultur und sind ein wichtiger Teil jeder Marke. Wie man diese Geschichten erzählt, oder ob man sich geheimnisvoll hinter der Marke als Maske verbirgt, ist natürlich Geschmacksfrage. Gute Geschichten machen die Marke lebendiger. So bleibt man in positiver Erinnerung. Bringen Sie Ihre Persönlichkeit in das Marketing ein! Das ist es, was kein Unternehmen kopieren kann und was jeder will: Ein Gesicht, einen Namen und eine Geschichte. Natürlich können Sie kreativ werden. Das ist die Idee des Marketings – dass jeder seine eigene Geschichte erzählt.

Tipp: Gesichter erzählen auch gute Geschichten. Warum nicht mal in authentische Porträtfotos investieren?

Der Marktplatz

Früher mussten wir noch die Produkte vom Bauernhof meiner Oma selbst bei Wind und Regen auf den Markt in der nächsten Stadt bringen. Dort konnten sich die Interessenten von der Qualität der Produkte persönlich überzeugen. Heute wird sogar Gemüse online verkauft und auf Wunsch bis nach Hause geliefert. Der Markt 2.0 ist jederzeit geöffnet und es wäre wohl schade, keine digitales Abbild des eigenen Angebots darzustellen. Das digitale Angebot beinhaltet bestenfalls auch gleich weitere Informationen zum Produkt oder Service, Hinweise zum Ablauf, Erfahrungen, Tipps & Tricks – alles, was dabei hilft, die Qualität des Produktes zu kommunizieren.

Tipp: Lern so früh wie möglich, (im Internet) zu verkaufen, denn wenn diese Hürde einmal genommen wurde, ist alles andere ein wenig einfacher.

Die eigene Webseite

Die eigene Webseite ist sozusagen die Basis, um die eigene Marke im Internet zu präsentieren. Die Website ist auch ein bisschen das Wundermittel, denn sie ist das digitales Schaufenster, rund um die Uhr geöffnet und der erste Eindruck, den Interessenten bekommen. Die Webseite ist der Leuchtturm im Internet, die erste Anlaufstelle für Informationen und die Möglichkeit in Kontakt zu treten. Die eigene Webseite ist das zentrale Element im Onlinemarketing.

Eine gute Webseite besticht durch:
– ein klares Design (Logo, Farben, Schrift)
– strukturiertes Angebot / Übersicht / Portfolio
– eine einfache Bedienbarkeit (Usability)
– ist leicht zu finden > SEO
– bringt einen Mehrwert für den Besucher

Das Thema Webseite wird technischer auch in diesem Artikel behandelt. Die eigene Webseite ist das Kernstück im Onlinemarketing, jedoch nicht das einzige Element, worauf eine gute Marketingstrategie aufbauen sollte.


Auf der Suche nach dem perfekten Kunden

Im Lehrbuch heisst es ja, jedes Produkt braucht auch einen Namen, eine Verpackung, einen Preis und einen Ort, wo man es kaufen kann.
Die Suche nach dem perfekten Kunden ist ein bisschen wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Wahrscheinlich gibt es auch eher eine Vielzahl von guten Kunden, aber nie den perfekten.

Je besser man weiß,
– wer der potentielle Kunde ist,
– wonach er sucht,
– welche Bedürfnisse und Herausforderungen er hat
– und WO er zu finden ist,
desto besser kann man die eigene Marketingstrategie gestalten und ihre Reichweite vergrößern. Auch für den Kunden ist es ja ein Aufwand, nach einem passenden Anbieter zu suchen. Je einfacher und besser Du Dein Produkt erklärst, desto schneller kann auch der Kunde sehen, ob Du als Anbieter sein Problem lösen kannst.

Tipp: Wer die Herausforderungen am Besten kennt, kann auch zur Lösung besser beitragen.

Welche konkreten Probleme löst das Produkt?
Gibt es ein perfektes Beispiel für den Produktnutzen?
Was macht das Produkt besonders sinnvoll?

Die Referenzen sind das A und O

im Dialog, kann jedes konstruktive Feedback dabei helfen, das Produkt besser zu machen.Gute Arbeit öffnet Türen und lässt das eigene Unternehmen wachsen, aber das beste Marketing sind langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehungen. Ein zufriedener Kunde wird immer wieder anrufen. Im besten Fall entsteht so eine Vertrauensbeziehung, in der man sich über mehrere Jahre hinweg bereichert. Zufriedene Kunden werden oft zu Multiplikatoren, die in ihrem Bekanntenkreis wertvolle Kontakte vermitteln können. Ein Netzwerk ist jedoch keine Milchkuh, es muss gehegt und gepflegt werden. Und es sollte nicht immer nur ums Verkaufen gehen, sondern auch darum, gemeinsam schöne Momente zu verbringen, sich gegenseitig zu inspirieren und mit der Mission voranzukommen.

Tipp: Welche Möglichkeiten gibt es, mit Ihren Kunden im Gespräch zu bleiben?

Omnikanal-Marketing

Die Nutzung verschiedener sozialer Netzwerke und Werbekanäle ist aussichtsreich im Hinblick auf die vermutete Reichweite. Man postet schicke Fotos, Videos und auch Geschichten und spielt sich damit in die Timeline der anderen. Bei aller Einfachheit der Nutzung und Vernetzung mit anderen Nutzern auf sozialen Netzwerken, sollte man immer ein wenig vorsichtig sein und sich nicht zu sehr von privatwirtschaftlich betriebenen Netzwerken abhängig machen, wenn es um das Marketing geht. Denn solche Abhängigkeiten können schnell teuer werden, wenn z.B. der Dienst seine Regeln ändert.

Tipp: Bei kostenlosen Diensten ist der Nutzer oft selbst das Produkt.

Langfristig ist es immer gut eine gewisse Unabhängigkeit von Trends zu haben. Womöglich kommt bald die nächste Hypeplattform, zu der man auch noch eingeladen wird und weiß am Ende gar nicht mehr, wo man sich schon alles angemeldet hat. Am Ende zählt der Inhalt, der auch auf der eigenen Plattform landet. Die sozialen Kanäle sind wie Tentakel zum eigenen Angebot, wo man die Regeln selbst macht. Spannend sind vor allem für Künstler, die ja eigentlich Kunst machen wollen, kleine halb-automatisierte Lösungen, die im Betrieb nur noch minimalen Aufwand bedeuten.

Tipp: Neben allen flüchtigen Digitalformaten zählen auch echte bleibende Eindrücke.

Fazit

Starke persönliche Marken lassen sich durch Leidenschaft, Engagement und Authentizität erreichen. Wenn jeder behauptet, dass seine Produkte und Dienstleistungen besonders erfolgreich, innovativ oder nützlich sind, ist der Kunde nicht mehr so leicht zu überzeugen. Erfolgreiche Verkäufer kommunizieren daher authentisch und sprechen auch Sollbruchstellen und Lösungsmöglichkeiten von Anfang an an. Dem Kunden einfach alles verkaufen zu wollen, um des Verkaufens willen, ist auf Dauer nicht sehr erfüllend. Man sollte nichts versprechen, was man nicht halten kann. Damit macht man niemanden glücklich. Stattdessen braucht es konstruktive Ehrlichkeit.