Was benötigt ein Businessfotograf zum Arbeiten?

Welche Kamera soll es sein?

Welche Kamera soll es sein?

ich bekomme oft die Frage gestellt, welche Kamera ich empfehlen würde. Das ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach zu beantworten. Denn, oft hat ein Fotograf selten nur eine einzige Kamera, die man überall einsetzt. Meine Gegenfrage lautet also oft erstmal: Wofür willst Du die Kamera benutzen? Die Kamera ist nur ein Werkzeug. Die Bilder beginnen im Kopf. Daher hängt ein gutes Bild nicht von der Kamera ab, sondern davon, was Du siehst und aufnehmen willst. Die Anzahl der Megapixel bestimmt natürlich rein rechnerisch die spätere Bildqualität, aber auch die Größe des Sensors, die Handlichkeit der Kamera selbst, sowie die Auswahl an möglichem Zubehör sollte berücksichtigt werden. Denn, wer professionell eine Kamera kauft, kauft meistens den ersten Baustein in einem System.

Am Anfang reicht doch das Smartphone?!

85% der Bilder werden weltweit schon mit dem Smartphone gemacht. Für viele ist das Handy der schnellste Weg zum Schnappschuß. Immer dabei, und jeder Zeit bereit (wenn der Akku hält). Die Qualität der Kameras im Hosentaschenformat ist besser geworden, doch für diejenigen, die Fotos später drucken wollen, wird es selten ausreichen – vor allem bei wenig Licht zeigen die kleinen Sensoren bei genauerer Betrachtung am Bildschirm ihre Schwachstellen in Form von Bildrauschen. Das liegt zum einen an der Auflösung aber auch dem Abstand und Größe der Pixel auf dem verbauten Sensor.

Pro: Wer tagsüber Bilder für die sozialen Medien macht, wird mit seinem Smartphone auch recht glücklich sein, weil die Bilder dann auch gleich dort sind, wo man sie auch leicht mit anderen teilen kann.
Der Videomodus der Smartphones ist Dank der eingebauten Stabilisierung sehr brauchbar.

Contra: Der Porträtmodus ist zwar eine nette Spielerei, jedoch auf Dauer ein wenig zu künstlich. Die Gesichter wirken aufgrund der Bauweise der optischen Elemente immer etwas verzerrt. Allgemeine Darstellungsfehler sind eher die Regel, vor allem beim künstlichen Maskieren und Entschärfen des Hintergrunds fallen von der KI erzeugte Bildfehler auf, wenn man z.B. Menschen mit Brillen fotografiert.

Fazit: Das Smartphone ist zwar schnell und meistens dabei, zum echten Fotografieren jedoch nicht die beste Wahl.
Abraten würde ich davon, mit einem Gimbal zu filmen, denn dieser benötigt meist auch eine App mit Komplettzugriff auf Kamera, Mikro und allen Fotos.

Mein Tipp: Gerade beim Filmen sind die Smartphones oft etwas unhandlich. Mit einem einfachen und günstigen Käfig, dem Rig* kann man das Smartphone auch beidhändig für sanfte Kamerafahrten benutzen, ganz ohne App.

Aus der Serie „Alone in New York“

Spiegellose Systemkameras

Diejenigen, die den Kompromiss aus Leichtigkeit und Bildqualität suchen, werden mit einer spiegellosen Systemkamera sehr schnell glücklich. Diese sind perfekt für die abenteuerlustigen Fotografen, die eine gewisse Bewegungsfreiheit geniessen wollen. Das ist der große Vorteil der Spiegellosen: sie sind leicht, meistens auch recht schnell beim Fokus und bieten schon attraktive Angebote an lichtstarken Objektiven und Zubehör. Die Sensorgrößen variieren je nach Modell und Hersteller, doch es geht auflösungstechnisch und qualitativ aufwärts. Die APS-C Spiegellosen bieten bereits eine schöne Qualität auch für Drucke. Das Schöne an diesen Kameras ist, dass sie immer dabei sein können, eben weil das Gewicht auf Dauer keine große Rolle spielt. Die Qualität der Objektiv jedoch schon.

Pro: Die spiegellosen Systemkameras sind ideal für Reisen und Aufnahmen unterwegs. Sie sind verglichen mit den Spiegelreflexkameras um einiges leichter und alle, die gern den idealen Kompromiss aus Qualität und Gewicht um den Hals tragen, tun gut daran sich diese Kameras zuerst anzuschauen.

Contra: Wer schnelle, sich bewegende Motive einfangen möchte, sollte unbedingt den Autofokus testen, da dieser teilweise etwas langsamer reagiert, als bei den Spiegelreflexkameras. Man braucht viele Batterien!!!

Mein Fazit: Das berühmteste Bild meiner Sammlung ist mit einer Fuji X100 entstanden. Die Kameras sind so leicht, dass man sie gern einpackt und einfach dabei hat. Wechselobjektive sind ein großes Plus erhöhen aber oft auch das Gewicht beträchtlich.

Mein Tipp: Gerade sind für mich die Modelle Fuji XT-30 und Fuji XT-3 spannend. Da sie eine Vielzahl von Funktionen und möglichen Erweiterungen bieten. Auch die kleineren Modelle haben ihre Vorzüge.

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Spiegelreflex Kameras

Die großen Spiegelreflexkameras gibt in verschiedenen Sensorformaten (APS-C, DX, Kleinbild). Wer beruflich fotografiert, sollte sich die Profi-Modelle anschauen, die bereits über einen dem Kleinbild entsprechenden Vollformat-Sensor verfügen. Das sind die wahren Arbeitstiere. Auch wenn mal etwas mehr Belastbarkeit und Robustheit braucht, halten diese Kameras einiges aus und sind bei guter Pflege äußerst langlebig. Die Bedienung ist Man kann die Blende, ISO und Belichtungszeit manuell einstellen oder sich den Programmautomatiken bedienen – ja, es hilft beim Lernen.

Pro: Hohe Bildqualität und gute Auflösung, viele verfügbare Objektive, schneller Autofokus und ein riesiger Markt an gebrauchter Technik

Contra: Die Spiegelreflexboliden sind aufgrund der Bausweise schwerer, als jene Modelle ohne Spiegel. Es bleibt abzuwarten, inwieweit auch die Spiegelreflexkameras weiterentwickelt werden, da gerade die meisten Hersteller den Fokus auf die neuen spiegellosen Systeme legen.

Mein Fazit: Der Markt der Kameras, verändert sich manchmal schneller, als man seinen Kaffee umrühren kann. Für die meisten Jobs, wo ich auch mit Stativ arbeiten kann, sind die Spiegelreflexkameras die erste Wahl. Derzeit arbeite ich mit einer Nikon D850* aber auch der kleine und günstigere Bruder, die Nikon D750* ist spannend.

Mein Tipp: Ein bequemer Kameragurt*, der sich schnell lösen lässt, ist auch äußerst sinnvoll.

und das Mittelformat?

Wer viel im Studio und für Magazine oder großformatige Prints fotografieren will und großen Wert auf die bestmögliche Auflösung und Qualität legt, kann überlegen gleich auf das Mittelformat umzusteigen.
Der Aufwand in der Bildbearbeitung wird mit der Anzahl der Pixel zwar verdoppelt, aber man kann auch entsprechend hochauflösende Reproduktionen anfertigen.

Objektivvergleich Test Kamera Fotografie Berlin

Objektive

Die Wahl des Objektivs bestimmt den möglichen Abbildungsbereich der Aufnahme. Die meisten Kameras werden im Paket mit einem einfachen Objektiv angeboten. Daher kaufe ich meist nur das Gehäuse und suche mir die passenden Objektive separat aus.
Festbrennweiten bieten die bestmögliche Qualität und wunderschöne Bokehs bei offener Blende. Das eignet sich besonders für Porträts, die den Fokus auf die Augen und Mundpartie bündeln sollen.
Ganz oben auf der Einkaufsliste darf ein schönes 85mm und für die Fotos mit mehr Raum ein 35mm oder 50mm stehen. Auch ein 24-70mm macht Sinn, wenn Du auf unzählige Objektivwechsel verzichten möchtest oder viele Veranstaltungen zu deinem Tagesprogramm gehören. So bist Du flexibler und hast am Ende des Tages weniger Staub auf dem Sensor. Für Reportagen ist auch ein leichtes Teleobjektiv z.B. 70-200mm geeignet, wenn Du aus der Ferne die Details einfangen möchtest. Gute Objektive kosten natürlich auch etwas, aber es gibt auch gebraucht einige gute Angebote.

Mein Tipp: Passende UV-Filter* schützen die sensiblen Linsen vor Kratzern und erhöhen die Lebensdauer.

Was benötigt ein Businessfotograf zum Arbeiten?

Stative

Ein gutes Stativ macht eigentlich immer dann Sinn, wenn Du viel im Studio arbeitest oder auch on-location fotografierst und den Bildauschnitt nur wenig veränderst. Wenn das Set einmal steht und das Stativ eine bewegliche Mittelsäule sowie einen Kugelkopf hat, kann man damit auch sehr gut nachjustieren und spart sich einige Ausgaben für Massagen nach einem langen Arbeitstag. Man weiß auch immer, wo man die Kamera gelassen hat.

Mein Tipp: Das FEISOL Carbon Stativ* mit dem Kugelkopf* hat die perfekte Mischung aus Gewicht, Stabilität und Beweglichkeit.

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