Vorbereitung für ein Fotoshooting

Die beste Vorbereitung für’s Fotoshooting

In diesem Ratgeber möchte ich aus meiner Sicht als Fotograf Tipps geben, wie man sich auf ein Fotoshooting vorbereiten kann. Keine Sorge, es wird nicht wehtun, nur ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Das ist gut investierte Zeit, denn Deine Portraits sind ja heutzutage überall täglich für Dich im Einsatz. Das Ziel ist es, das Beste aus Dir rauszuholen. So kannst Du auch in den sozialen Netzwerken, auf Deiner Webseite und in den Medien genauso kompetent auftreten, wie in persona.

1. Terminplanung

Alle zwei bis drei Jahre lohnt es sich, ein professionelles Fotoshooting zu planen, um seine digitalen Willkommensbotschafter auf den neuesten Stand zu bringen. Der beste Zeitpunkt für ein Fotoshooting ist dann, wenn man ein paar Tage frei oder sogar etwas Urlaub hatte. So ist man hoffentlich zum Shooting entspannt und ausgeschlafen. Das Shooting sollte nach Möglichkeit vormittags beginnen. Dann, wenn man schon „wach“ ist, sein erstes leichtes Frühstück hatte und die Augen bereit sind, in den Tag zu strahlen. Daher ist die beste Startzeit für die meisten Menschen ab neun oder zehn Uhr. Manche, die erst Nachmittags besser in Fahrt kommen, können sich natürlich ganz nach ihrem Biorhythmus und den Verfügbarkeiten des gewählten Fotografen richten.

2. Outfits vorbereiten

Ein paar Tage vor dem Fotoshooting lohnt es sich auch einen prüfenden Blick in den Kleiderschrank zu werfen. Eine kleine Vorabmodenschau der geplanten Outfits für Shooting darf ja durchaus Spaß machen. Im Schnitt sind drei bis fünf verschiedene Outfits perfekt für ein längeres Portraitshooting. Oft wählen meine Kunden eine Bandbreite von Casual bis Elegant aus, um für verschiedene Zwecke ein passendes Motiv zu haben. Ein Fotoshooting ist auch der richtige Moment, sich mal richtig in Schale zu werfen oder charakteristische Outfits auszuprobieren. Denn zeitlose Porträts bekommen durch das richtige Outfit erst den besonderen Charme. Richtig elegant finde ich derzeit Hemden oder Blusen mit einem kurzen Stehkragen.

Pro-Tipp: Vielleicht mag auch das ein oder andere Stück vorher noch in die Reinigung gebracht und wieder abgeholt werden. Gerade bei Hemden sieht man sehr schnell, ob diese schon länger getragen wurden oder gerade bügelfrisch vorm Shooting angezogen wurden. Letzteres ist natürlich später schöner. Bei dunklen Outfits und Oberteilen ist auch die Fusselrolle eine große Hilfe.

3. Haare

Haare sind für mich wie ein Rahmen für das Gesicht. Sie spielen nicht die Hauptrolle, sollen jedoch gezielt das Gesamtensemble unterstützen. Aber um ehrlich zu sein, wenig Haare zu haben, kann auch ein Segen sein. Denn mit langen Haaren steht man vor der großen Frage: Was mache ich damit? Zuerst einmal hilft es, die Haare eine Woche vor dem Shooting schneiden zu lassen und einen Abend vorher zu waschen. Zum Shooting packt man sich auch eine Bürste und Zopfhalter mit ein, falls man verschiedene Stile probieren möchte. Offene Haare wirken je nach Haarlänge und Volumen super, wenn sie ein wenig in Form gebracht werden, so dass eine leichte Asymmetrie und Abrundung entsteht.

4. Der Tag vorm Shooting

Am Tag vorm Fotoshooting schadet es nicht etwas mehr Sport als sonst zu machen, viel Wasser zu trinken und wenn möglich, das Abendprogramm etwas zu kürzen. Abzuraten ist von alkoholischen Getränken – stattdessen lieber einen Tag im Spa oder eine Maske und eine sanfte Feuchtigkeitscreme, so dass die Haut schön straff und geschmeidig aussieht. Auch Lippenbalsam ist eine gute Investition.

Pro-Tipp: Der Tag vorm Shooting ist weniger gut für ungewöhnliche Experimente geeignet. Insbesondere die professionelle Gesichtshaarentfernung sollte wenn dann 1-2 Wochen vor dem Shooting gemacht werden.

5. Was soll ich zum Shooting mitbringen

Für die Damen: Zum Shooting kannst Du Dein übliches Tages Make-Up z.B. zum Abpudern oder Nachziehen des Lippenstifts einpacken. Auch eine Haar- und Wimpernbürste ist hilfreich, so ist das Detailstyling einfacher.

Für den Fall, dass Du eine Visagistin am Set haben wirst, kannst Du auch ungeschminkt kommen und Dich ganz entspannt schminken lassen.

Für die Haut: Hilfreich gegen trockeren Haut ist eine natürliche Tagescreme. Blotting Tücher eignen sich zur Entfernung von Glanzstellen im Gesicht.

Für den Bart: Am besten sehen Bärte aus, wenn sie gut gepflegt sind. Das heisst getrimmt, gekämmt und mit Öl getränkt. So leuchtet der Bart auch auf den Bildern wie im Märchenfilm. Wer vorher noch einen Termin beim Barbier bekommt, macht wahrscheinlich auch nichts falsch.

Für die Brille: Brillengläser dürfen vor dem Fotoshooting auch gern gereinigt werden. Falls mehr als eine Brille spannend ist, einfach die Zweite oder Dritte auch zum Shooting einpacken. Brillen lassen sich sogar noch besser fotografieren, wenn keine Gläser drin sind, weil dann die Verzerrungen oder Spiegelungen durch die Gläser nicht sichtbar sind.